Eine Englischstunde der etwas anderen Art durften wir, die Klasse 9 a der Mittelschule Flöha-Plaue, am 29. Januar 2010 erleben. Willy Hänel, selbst einmal Schüler an dieser Schule, berichtete uns über seinen 10-monatigen Aufenthalt in den USA.
Angefangen hatte das Abenteuer Amerika für ihn am 26. August 2008. Da begann seine Reise nach Anacortes im Bundesstaat Washington. Das liegt einerseits nur etwa 50 Meilen von Kanada entfernt und andererseits unweit von Seattle. Für 10 Monate sollte er nun ein Junior-High-School-Schüler der Anacortes High School sein. Willy erzählte uns über seinen aufregenden ersten Schultag, an dem er eine halbe Stunde zu spät kam, weil er im Schullabyrinth das richtige Zimmer nicht gleich fand. Er informierte uns, natürlich in Englisch, über das Amerikanische Schulsystem, seinen Stundenplan, die Inhalte der einzelnen Fächer sowie die vielfältigen sportlichen Aktivitäten. Willy war u. a. im Fußball- und im Schwimmteam seiner Schule. Es war beeindruckend für uns, wie toll er die englische Sprache beherrscht und nun mittlerweile nach den entsprechenden deutschen Begriffen suchen muss.
Besonders interessant war für uns auch, etwas über die doch teilweise sehr strengen Regeln an der High School zu erfahren. So wurde an Willy`s Schule zum Beispiel ein 5-maliges verspätetes Erscheinen zum Unterricht mit einer Verwarnung von der Schule geahndet, was bis zur Suspendierung führen konnte.
Willy zeigte uns Bilder von seinem Zwischen- und Abschlussball, seinen Ausflügen nach New York, Florida und zum Mount Rainier, dem höchsten Berg Washingtons. Sogar sein Zeugnis durften wir uns anschauen, alles Noten A und B, was in Deutschland den Noten 1 und 2 entspricht. Da kann er sehr stolz darauf sein!
Auch erzählte er uns von seiner Gastfamilie, Mary, Jeff und Logan Morrison, zu denen er ein super Verhältnis hatte und die ihn nun dieses Jahr hier in Flöha besuchen werden. Darauf freut er sich natürlich schon sehr.
Für Willy endete das Abenteuer Amerika am 23. Juni 2009 und für uns vergingen die beiden von ihm gehaltenen Unterrichtsstunden wie im Fluge.
Wir möchten uns hiermit im Namen unserer Englischlehrerin Frau Marion Rothe, die auch gleichzeitig Willy`s ehemalige Englischlehrerin und Klassenleiterin war, ganz herzlich bedanken. Er hat von diesem High-School-Jahr so sehr geschwärmt, dass auch einige sprachbegabte Schüler aus unserer Klasse Appetit auf mehr bekommen haben.

