Am 08.Mai 2011 um 17:30 Uhr trafen sich die Klassen 8 a und 8 b zum Beladen des Busses. Um 18:00 Uhr begann die aufregende Reise und es wurde ein letztes Mal den Eltern gewunken. Innerhalb von 22 Stunden wechselten wir zweimal den Fahrer: zuerst am Hermsdorfer Kreuz und dann in Antwerpen.
Wir hatten Glück einen netten Fahrer zu haben, der sich für die „Flitztpiepen“ einsetzt. An der Grenzkontrolle vor Calais mussten wir morgens 06:30 Uhr zur Passkontrolle aussteigen. Um 07:30 Uhr verließen wir mit der Fähre Frankreich. Als wir um 09:00 Uhr in Dover ankamen, begrüßte uns wunderbares, sonniges Wetter, wodurch wir schöne Bilder der Kreidefelsen machen konnten. Danach fuhren wir zwei Stunden nach Windsor. Dort konnten wir eine Wachablösung vor Windsor Castle und ein Hochzeitspaar betrachten. Nach der Wachablösung hatten wir Zeit, uns Windsor in Gruppen näher anzuschauen. Eines der Highlights in Windsor war für uns die Anwesenheit der Queen. Nachdem wir Windsor verließen, fuhren wir nach Swansea. Dort holten uns unsere Gasteltern um 18:00 Uhr in den vereinbarten Gruppen ab. Am Dienstagmorgen um 09:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Halbinsel Gower. Nach einer Stunde Fahrt besichtigten wir die Klippen, Felsen und das Meer. Danach hatten wir eine Stunde Freizeit an einem Strand, wo ein Schiffswrack lag. Die meisten nutzten die Gelegenheit und gingen ins Meer. Mit nassen Hosen fuhren wir nach Mumbles, Swansea. Dort konnte jeder für sich entscheiden, ob er shoppen oder sich die Küste ansehen geht. Nach einstündiger Begutachtung ging es weiter in das Stadtzentrum, wo wir weitere zwei Stunden Zeit hatten zum Shoppen. Mit vollen Einkaufstüten ging es zurück zu den Gasteltern. Nach der traumhaften Küste von Gower ging es am Mittwoch für zwei Stunden in das kurzweilige „Welsh Folk Museum“. Dort konnte man die alten Häuser aus den vergangenen Jahrhunderten von Wales begutachten. Nach einer 45-minütigen Fahrt nach Cardiff hatten wir zwei Stunden Zeit um uns mit den hiesigen Geschäften vertraut zu machen. Um 15:30 Uhr fuhren wir ab aus Cardiff und zurück nach Swansea/Stadtzentrum zum weiteren Einkaufen von Verpflegung für die kurze Rückfahrt. Am Donnerstagmorgen mussten wir uns leider von den netten Gastfamilien trennen. Um 06:00 Uhr in der Früh verließen wir Swansea. Nun begann der aufregendste Teil unserer Reise. Nach vierstündiger Fahrt, inklusive Stau in London, fuhren wir bei Madame Tussauds vor. Die größten Sehenswürdigkeiten bei unserer anstrengenden Tour durch London waren die Westminster Abbey, Big Ben, Trafalgar Square, St. Pauls Cathedral, Tower und natürlich die Tower Bridge. Von der Station Tower Hill fuhren wir mit der Dockland Light Railway (DLR) bis zur Station Westferry. Dort stiegen wir um und fuhren bis Cutty Sark. Anschließend durchquerten wir den Greenwich Park, wo wir uns eigentlich das Observatorium ansehen wollten. Dieses war (leider) schon geschlossen. So hatten wir noch Zeit um eine kleine Pause einzulegen. Gegen 18:30 Uhr kamen wir am Bus an. Dort hatte der Busfahrer schon Wiener Würstchen und Toast für uns vorbereitet. Ungefähr gegen 19:45 Uhr fuhren wir in Greenwich ab. Und so begann die „langweilige“ Rückfahrt. Nach nicht einmal einer halben Stunde legten wir eine Pause ein. Der Grund waren unbekannte, pfeifende Geräusche aus dem Motorraum. Der Chef des Busfahrers sagte, wir sollten versuchen bis Dover zu kommen. Allerdings blieben wir auf der Autobahn stehen. Gegen 10 Uhr kam endlich der Abschleppdienst. So wurde der Bus samt Schüler und Lehrer zur gegenüberliegenden Tankstelle abgeschleppt. Die Temperaturen waren unangenehm kalt, aber zum Glück hatte sich unser Fahrer um einen Ersatzbus gekümmert. Dieser kam nach mehreren Fehlversuchen die Tankstelle anzufahren und nach vier Stunden Wartezeit endlich an. Um vier Uhr erreichten wir Dover. Dort warteten wir eine Stunde lang auf unsere Fähre. Zum Glück hatten wir endlich anderthalb Stunden Schönheitsschlaf und gegen halb acht erreichten wir Calais. Wegen zwei Stunden Stau kam der Bus erst 10:30 Uhr in Calais an. In der Zwischenzeit konnten wir uns von dem Entschädigungsgeld vom Reiseunternehmen ein wenig zu essen und trinken kaufen. Nun fuhren wir in einem voll aklimatisierten Bus in Richtung Heimat. Gegen 23:30 Uhr erreichten wir mit 11 Stunden Verspätung (!) unter Applaus den heiß ersehnten Edekaparkplatz. Insgesamt war die Woche ein schönes Erlebnis für alle.
Jenny Kirpal, Felix Knöfler
Schülerzeitungsredaktion
