Am 09. Mai um 08:00 Uhr morgens fuhr unser Bus vom Bahnhof in Flöha los, auf dem Weg nach Kamerun. Nach etwas mehr als 7 Stunden hatten wir das winzige Feriendörfchen in Niedersachsen erreicht.
Bereits im Bus griff leichte Beunruhigung um sich, als uns klar wurde, dass Kamerun mitten im Wald, weit weg von größeren Städten bzw. Supermärkten lag.Beim Anblick unserer Unterkünfte wollten wir dann alle nur noch nach Hause: kleine, staubige Zimmer für 4 oder 7 Personen, dreistöckige Betten, Bäder mit kaputten Türen und Schmutzflecken in den Duschen….
Mit der Unterstützung unseres Busfahrers Mirko und der beiden Väter Herr Treffkorn und Herr Richter versuchten unsere Klassenlehrerinnen Frau Weinke und Frau Fetzer das offensichtliche Missverständnis zu klären – leider stellte sich heraus, dass es keins war. Da sich nun nichts mehr ändern ließ, verbrachten wir mehr als nur widerwillig unsere erste Nacht von vieren in Betten, denen keiner so richtig trauen wollte.
Schlaf bekam keiner viel, denn am nächsten Tag hieß es früh raus aus den Federn, um sich noch rechtzeitig vor dem Frühstück waschen zu können. Zu essen gab es frische Brötchen, aber nur eins für jeden, Cornflakes, Marmelade, Wurst … und Eistee – übrigens jeden Tag.
Dann stiegen alle mehr oder weniger frisch und munter in den Bus, um in den „Heidepark Soltau“ zu fahren, wo wir den halben Tag verbrachten. Im Heidepark gefiel es uns ausgezeichnet – auch Frau Weinke und Frau Fetzer fuhren Achterbahn – und als wir 17:00 Uhr zurück nach Kamerun fuhren, waren sich alle einig, dass wir lieber in dem Vergnügungspark übernachtet hätten. Zum Abendbrot gab es Pommes Frites und noch ein bisschen mehr – und außerdem Eistee. Bis zur Nachtruhe um 22:00 Uhr vergnügten sich dann viele noch mit Volleyball und Fußball.
Am Mittwoch besuchten wir Hamburg – jeder von uns „versorgt“ mit zwei Trinkpäckchen, einem Apfel und einer Banane. Gleich nach unserer Ankunft bekamen wir zwei Stunden Freizeit, die von vielen zum Shoppen und außerdem zum Essen genutzt wurden. Danach hieß es Stadtführung mit anschließender Hafenrundfahrt – mal mehr und mal weniger interessant. Zu dem Musical „Tarzan“, auf das sich alle gefreut hatten, kamen wir gerade noch rechtzeitig. Doch das Rennen hatte sich gelohnt, denn die schönen Effekte und die musikalische Untermalung mit Liedern von Phil Collins bildeten einen gelungen Abschluss für den hauptsächlich sonnigen Tag.
Dass wir erst um 24:00 Uhr in den Betten waren, störte niemanden, denn am nächsten Tag konnten wir etwas länger schlafen, da unser Ausflug nach Lüneburg erst am Nachmittag beginnen würde. Abgesehen von ein bisschen Nieselregen war es auch dort schön, denn Lüneburg ist eine interessante Stadt mit vielen Dingen, die es zu entdecken gilt – unter anderem einen Dönerladen.
Am Freitagmorgen, dem 13. Mai, fuhr unser Bus dann schließlich (und endlich) zum letzten Mal aus Kamerun heraus.
Lässt man die Unterkunft außen vor, war es eine wirklich schöne Abschlussfahrt, die uns zusammen mit dem Satz „Es ist noch Eistee da“ wohl für immer in Erinnerung bleiben wird.
Annemarie Schmidt
Kl. 10 a
